Mittwoch, 23. Februar 2011

127 Hours


Aron ist begeisterter Kletterer und freiberuflicher Draufgänger. Bei einem Trip in den Canyons wird er übermütig, rutscht an der Felswand ab und sein rechter Arm wird von einem großen Felsbrocken eingeklemmt. Aron, der natürlich allein unterwegs ist und niemandem gesagt hat, wo er genau hingeht, kann den Stein trotz aller Bemühungen nicht bewegen und ist gefangen. Auch seine Versuche, das Gestein mit seinem stumpfen Messer zu zerkleinern oder sich mit Hilfe eines Flaschenzugs zu befreien, scheitern. Seien Lage hält er zwischenzeitlich mit seiner Videokamera fest. Aron beginnt zu realisieren, wie auswegslos seine Lage ist, da ihn mitten in der Einöde und noch dazu in einer Felsspalte auch so schnell niemand finden wird, und flüchtet sich, auch aufgrund des Mangels an Nahrungsmitteln und Wasser, immer mehr in Illusionen, Tagträume und paranoide Vorstellungen. Nach fünf Tagen bricht er sich mit Hilfe des Steinbrockens selbst die Knochen und beginnt, sich mit dem stumpfen Messer den Arm abzutrennen, was ihm schließlich auch gelingt. Nur äußerst dürftig versorgt, gelingt es ihm, sich abzuseilen und noch ein paar Meter durch die Wüste zu irren, bis er auf ein paar Wanderer trifft und gerettet wird.

Obwohl man von Anfang an weiß, wie der Film ausgehen wird, ist die Handlung fesselnd und man fiebert geradezu mit Aron mit. Die eingeschobenen Halluzinationen und seine eigenen Videoaufnahmen führen immer wieder zu Perspektivewechseln und geben einen Einblick in Arons Psyche. Mit grausam dokumentarischer Genauigkeit werden auch Arons Befreiungversuche dargestellt, was zu einigen unschönen Anblicken führt. In Anbetracht der Tatsache, dass der Film auf wahren Begebenheiten beruht, finde ich das aber gut gemacht. Besonders herausragend fand ich allerdings James Franco in der Rolle des Protagonisten. Nicht umsonst ist er für diese Darstellung von allen Seiten gelobt worden und bei den Oscars als bester Hauptdarsteller nominiert worden – wie schon bei Natalie Portman in Black Swan meiner Meinung nach absolut verdient.

das Ende finde ich übrigens angenehm kurz gehalten. ich würde nach dem Film gerne noch das autobiographische Buch "Between a Rock and a Hard Place" von Aron Ralston lesen, bis dahin kann ich den Film schon einmal wirklich jedem empfehlen!

Kommentare:

  1. Dieser Film steht auch auf meiner Liste. Schon die Geschichte von Aron hat mich fasziniert. Unglaublich wozu ein Mensch im Überlebenskampf fähig sein kann.
    LG Petra

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  2. Habe ihn mir gestern angeschaut, fande ihn wirklich gut umgesetzt. James Franco spielt die Rolle sehr gut.
    Und wie du schon sagtest auch wenn man weiß, wie der Film ausgeht fesselt er einen wirklich.

    Lg Steffi

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