Mittwoch, 22. Mai 2013

Der große Gatsby

gestern war Kino-Dienstag und ich musste mir unbedingt die Neu-Verfilmung von "The Great Gatsby" [ich mag den Titel auf Deutsch irgendwie nicht] ansehen.


zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich die Romanvorlage von F. Scott Fitzgerald zwar nicht gelesen habe, das nach dem Film aber unbedingt nachholen möchte. schön anzusehen und zu verstehen ist der Streifen aber auch ohne das Buch zu kennen. ich habe vorher sehr gemischte Kritiken gelesen und hatte schon befürchtet, Baz Luhrmanns neuestes Werk würde sich eben so langatmig belanglos dahinziehen wie "Moulin Rouge", wollte mir aufgrund des pompösen Trailers aber unbedingt selbst ein Bild machen. zuerst einmal kann man aufatmen, der Regisseur bleibt seiner Vorliebe fürs Drama zwar treu und verliert sich bei der Inszenierung der Roaring Twenties gerne in ausschweifenden Partyszenen [inklusive massivem Product Placement von Moët :D], die Erzählung bleibt dabei jedoch nicht auf der Strecke.

es geht um das Leben des sagenumwobenen Millionärs Jay Gatsby, dessen große Liebe die verheiratete und somit unerreichbare Daisy Buchanan ist. erzählt wird das Ganze aus der Sicht von Daisys Cousin Nick Carraway, der gleichzeitig Gatsbys Nachbar ist. während Leonardi DiCaprio wie so oft in letzter Zeit in der Charakterrolle des geheimnisvollen Gatsby brilliert und auch Tobey Maguire sich als Protagonist gut macht, geht mir persönlich Carey Mulligan als unsicheres Blondchen mit übermäßiger Stupsnase eher auf die Nerven. dagegen fand ich einige der Nebenrollen, insbesondere Elizabeth Debicki als Jordan Baker, wirklich großartig besetzt.
außerdem aufgefallen ist mir der Soundtrack, der von US-Rapper Jay-Z produziert wurde und sich dementsprechend basslastig zeigt. hier finden sich die Stimmen von Fergie, Beyoncé oder Lana del Rey wieder und wer bereit ist, sich auf eine sehr moderne musikalische Interpretation der Goldenen Zwanziger einzulassen, wird auch hieran seine Freude haben [Highlight: Florence and the Machine zur Drama-Szene schlechthin].

alles in allem würde ich den Film durchaus als unterhaltsam bewerten, vor allem auch wegen der gewaltigen Bilder, dem gelungenen Cast und der gut umgesetzten Dramatik. wer mit einer sehr zeitgenössischen Verfilmung des Stoffs leben kann, wird hier seine Freude haben, allerdings halte ich die normale Version ohne 3D für absolut ausreichend.

Kommentare:

  1. Ich liebe das Lied von Florence & the Machine, und hoer es mir jetzt schon an, obwohl ich den Film noch nicht mal geschaut hab. ^-^

    muss ihn aber unbedingt noch sehen. *-*

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    1. den Song mag ich auch wirklich, obwohl ich mich nie so ganz entscheiden kann, ob ich die Band an sich jetzt gut finde oder nicht …

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    2. Ich finde sie toll :)
      Den Film möchte ich auch noch sehen.

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  2. Der Film war toll. Und Daisy find ich durchaus gut besetzt. Naiv ist sie sowieso, aber im Buch konnte ich ihr GAR nichts abgewinnen. Blödes, egoistisches und naives Ding. Im Film kam allerdings ein wenig Sympathie rüber.

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    1. ich mag ihre Nase auch einfach nicht :D aber mal sehen, was ich dann so im Buch von ihr halte ^^

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  3. Wieder ein Film mehr auf meiner "Musst du noch sehen!"-Liste :3

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